Jurierung
Am 6. Mai war es soweit: Aus der ganzen Schweiz waren 93 Arbeiten eingetroffen, per Post, persönlich überbracht und ein Werk sogar per Feldpost. Die Jury genoss Gastrecht an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, um dort in einem grosszügigen Raum die Wettbewerbs-Arbeiten zu beurteilen.
Überblick
Die 93 Einsendungen aus der ganzen Schweiz zeigen ein facettenreiches und breites Ideenspektrum – Design weckt tatsächlich Emotionen. Die Teilnehmer nutzten die unterschiedlichsten Darstellungstechniken: von der Fotografie über Illustration und Comics bis zu dreidimensionalen Inszenierungen. Die Bildinhalte und Aussagen reichen von witzigen Aufforderungen, wie «give me five» bis zu umwelterzieherischen und ökologischen Motiven. Die meisten Einsendungen sind als eine erste Idee zu betrachten, die überarbeitet, weiter entwickelt und optimiert werden müssten. Jedenfalls zeugen die Einsendungen von ausschweifender Kreativität junger Schweizer Entwerferinnen und Entwerfer und eröffnen die Perspektiven für eine fruchtbare weitere Zusammenarbeit.
Massimo Nicastro, Urs Fanger und Lilia Glanzmann sind hier offensichtlich angetan vom Gesehenen.
Die Jury
Lilia Glanzmann
Dipl. Textildesignerin, Redaktorin für Design und Kultur der Fachzeitschrift HOCHPARTERRE
Prof. Urs Fanger
Visueller Gestalter, langjähriger Departementsleiter im Bereich Design, Medien und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Massimo Nicastro
Leiter Marketing bei CWS-boco Suisse SA
Jurierung
In drei Durchgängen sichteten die Juroren die Arbeiten und diskutierten intensiv und manchmal recht kontrovers deren Qualitäten punkto Idee und Ausführung. Nach mehreren Stunden zogen 18 Arbeiten in die Schlussrunde ein. Aus der Short List ermittelte die Jury in zwei weiteren Duchgängen die Ränge 1 bis 18.
Der erste Preis von CHF 7’000 wurde einstimmig vergeben. Bei der Aufdeckung des anonymen Teilnahme-Codes gab es eine interessante und sympathische Überraschung: Der 1. Preis geht an eine Gruppe! Ein Mitglied absolvierte an der ZHdK das Propädeutikum und studiert jetzt an der renommierten Central Saint Martins in London. Per Skype diskutierte er während mehrerer Wochen mit den Ko-Autoren in Zürich Ideen und Umsetzung. Eine Arbeitswoche im gemeinsamen Atelier in Zürich führte das Trio der 21- bis 23jährigen Jungdesigner schliesslich zum preisgekrönten Ergebnis.
Zwischen Rang 2 und 3 ergab sich eine Patt-Situation, so dass die Jury beschloss, beiden Platzierungen einen ex aequo-Preis von je CHF 3’000 auszurichten.
An die Teilnehmenden auf Rang 4 bis 18 wurden als zusätzliche Spezialpreise verliehen: 5 Einkaufsgutscheine à Fr. 100.- bei Hochparterre Bücher, Zürich - 5 Hochparterre Jahres-Abos - 5 Museums-Pässe für 1 Jahr.
Kommentar und Begründung zur Jurierung der Gewinner finden Sie unter -> Die Preisträger
Die Jury beim Diskutieren, Nachdenken, Konsens suchen…